Xenia Stolbowa und Fedor Klimow liegen auf Platz drei nach dem Kurzprogramm. Foto: © RIA Novosti

Xenia Stolbowa und Fedor Klimow liegen auf Platz drei nach dem Kurzprogramm. Foto: © RIA Novosti

Moskau. Bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft im japanischen Saitama liegen die Silbermedaillen-Gewinner von Sotschi, Xenia Stolbowa und Fedor Klimow aus Russland, auf dem dritten Platz. Mit ihrem „Pink Panther”-Kurzprogramm haben die Deutschen Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy Kurs auf WM-Titel Nummer fünf genommen. Die kanadischen Verfolger Meagan Duhamel und Eric Radford liegen noch in guter Distanz zu Stolbowa und Klimow. Die Olympiasieger und Titelverteidiger Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow aus Russland hatten auf einen WM-Start verzichtet.

Die Olympiasieger Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow saßen nur im Publikum. Die Titelverteidiger aus Russland haben die Saison bereits beendet. Die Belastung einer WM im olympischen Jahr wird von einigen Sportlern kritisch gesehen.

Deshalb auch konnten die zweimaligen Olympiadritten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei ihrer Abschiedsvorstellung Kurs auf das fünfte Gold bei einer Eiskunstlauf-WM nehmen.

 

Die Deutschen, die nach den Titelkämpfen im japanischen Saitama ihre gemeinsame Karriere beenden, übernahmen nach dem Kurzprogramm die Führung. Savchenko/Szolkowy erhielten für ihre Vorstellung zur bekannten Musik „Pink Panther” 79,02 Punkte. Die Silbermedaillen-Gewinner aus Sotschi Xenia Stolbowa und Fedor Klimow (76,15), liegen vor der Kür am Donnerstag an dritter Position. Maylin und Daniel Wende (58,19) aus Deutschland erreichten mit Platz 13 das Finale der besten 16 Paare.

„Es hat sich nicht so angefühlt, als wäre es unser letztes Kurzprogramm gewesen”, sagte Sawtschenko. Szolkowy, der seine Karriere nach der WM beenden wird, fühlte sich in seiner Entscheidung bestätigt, nach der Enttäuschung bei Olympia zur zehnten gemeinsamen WM anzutreten: „Ich habe gemerkt, dass uns die Leute mögen. Es hat Spaß gemacht. Es war die richtige Entscheidung, hierherzukommen und noch einmal alles zu zeigen.”

Im technischen Wert wurden die vierfachen Weltmeister von den kanadischen Verfolgern überholt, in den künstlerischen Komponenten beurteilte die Jury die Vorstellung der Deutschen aber erheblich besser.

Schwierige Bedingungen in Japan

Besonders schwierig war für alle Paare die frühe Startzeit am Vormittag und die lange Busfahrt vom Hotel in Tokio in den Vorort. „Nach dem Morgentraining habe ich in der Umkleide auf dem Fußboden ein Nickerchen eingelegt”, berichtete der 34-jährige Szolkowy. Wegen der unberechenbaren Verkehrslage um die japanische Hauptstadt und bis zu zweistündigen Busfahrten bleiben die Läufer bis zu ihrem Auftritt in der Wettkampfhalle.

Der Veranstalter hat extra zwölf Betten aufgestellt, damit Ruhepausen zwischendurch möglich sind. “Man kann nicht richtig abschalten”, monierte Savchenko.

Eiskunstlauf: WM in Saitama/Japan – Kurzprogramm Paarlauf

1. Savchenko/Szolkowy (GER) 79,02 Punkte

2. Duhamel/Ranford (CAN) 77,01

3. Stolbowa/Klimow (RUS) 76,15

4. Wenjing/Cong (CHN) 72,24

5. Cheng/Hao (CHN) 71,68

7. Vera Bazarowa/Juri Larionow (RUS) 67,41

8. Julia Antipowa/Nodari Maisurade (RUS) 66,78

13. Wende/Wende (GER) 58,19

Die abschließene Kür findet am Donnerstag statt.

Kurzprogramm Herren

1. Tatsuki Machida aus Japan – 98,21 Punkte

2. Javier Fernandez aus Spanien – 96,42 Punkte

3. Yuzuru Hanyu aus Japan – 91,42 Punkte

4. Tomas Verner aus Tschechien – 89,08 Punkte

5. Han Yan aus China – 86,70 Punkte

6. Takahiko Kozuka aus Japan – 85,54 Punkte

7. Maxim Kowtun aus Russland – 84,66 Punkte

8. Jeremy Abbott aus den USA – 79,67 Punkte

9. Max Aaron aus den USA – 78,32 Punkte

10. Chafik Besseghier aus Frankreich – 76,80 Punkte

11. Peter Liebers aus Deutschland – 74,02 Punkte