Eiskunstlauf-Star Jewgeni Pljuschtschenko ist voll im Soll für die Olympischen Winterspiele in Sotschi.

Eiskunstlauf-Star Jewgeni Pljuschtschenko ist voll im Soll für die Olympischen Winterspiele in Sotschi.

Moskau. Die große russische Eiskunstlauhoffnung auf Olympia-Gold in der Herreneinzelkonkurrenz in Sotschi Jewgeni Pljuschtschenko wähnt sich auf einem guten Weg in Richtung Olympische Winterspiele 2014. Der 30-jährige Olympiasieger trainiert nach großen Verletzungssorgen wieder auf dem Eis und studiert auch bereits seine Olympia-Kür ein.

Bei den Winterspielen in seiner russischen Heimat soll Jewgeni Pljuschtschenko als eines der Gesichter der Spiele auftreten. In einer offiziellen russischen Broschüre mit dem Titel „Olympiamannschaft 2014″ gab Jewgeni Pljuschtschenko preis, dass seine Planungen für Sotschi weit fortgeschritten seien.

„Das Kurzprogramm steht bereits. Meine Kür wird eine Kombination aus meinen besten Programmen. Das ist eine komplett neue Idee, die es im Eiskunstlauf noch nicht gegeben hat”, sagte der Olympiasieger von 2006 in Turin.

Für sein Kurzprogramm bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi hat Pljuschtschenko ein Lied der ukrainischen Rockgruppe „Ozean Elsy“ gewählt. „Ich werde mit Musik aus dem Film ‚Wir sind aus der Zukunft – Teil 2‘ und mit einem Lied der Band „Ozean Elsy“ als Begleitmusik – sehr melodische, lyrische, leidende und tiefe Musik – auftreten“, so Pljuschtschenko. Ihm zufolge handelt es sich dabei um das Lied „Sie ist so wie Du“.

Der dreifache Weltmeister und siebenfache Europameister sagte kürzlich auf einer Pressekonferenz: „Ich fühle mich gut und habe schon wieder Vierfachsprünge trainiert. Nur eine erneute Rückenverletzung kann mich von einem Topresultat in Sotschi abhalten.“

Im vorolympischen Winter will Pljuschtschenko auch beim Heim-Grand-Prix in Moskau, sowie bei den nationalen Meisterschaften und bei der EM in Budapest starten.

Der blonde Pljuschtschenko ist ein Eiskunstläufer, der nicht nur mit einem unbestrittenen sportlichen Talent ausgestattet ist, er hat auch einen fantastischen Willen um immer als Sieger vom Eis zu gehen, er ist ein Maßstab für den russischen Eiskunstlauf.

Pljuschtschenko ging auch in die Geschichte des Eiskunstlaufs ein, da er als erster Eiskunstläufer die komplexe Kombination aus vierfachem Toeloop – dreifach Toeloop und dreifach Ritberger beim Russland-Grand-Prix 2002 zeigte. Bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City gewann er dann die Silbermedaille. Vier Jahre später wurde er dann Olympiasieger in Turin. Im Jahr 2010 waren die nächsten Olympischen Spiele in Vancouver und es gab wieder eine Silbermedaille für Pljuschtschenko.

Mit 16 Jahren war Pljuschtschenko der jüngste männliche Eiskunstläufer, der die Höchstnote 6,0 bekommen hatte. Insgesamt bekam er 75 Höchstnoten, bis das alte Bewertungssystem abgeschafft wurde. Jewgeni Pljuschtschenko ist neben dem Schweden Gillis Grafström der einzige Eiskunstläufer, der mindestens drei Medaillen in der Herrenkonkurrenz bei Olympischen Spielen gewinnen konnte. Grafström hatte es im Zeitraum von 1920 bis 1932 auf vier Medaillen gebracht.

Allerdings gewinnt Pljuschtschenko nicht nur im Sport. Im Jahr 2008 stand Pljuschtschenko dem Russen Dima Bilan bei dessen Sieg beim Eurovision Song Contest in Belgrad zur Seite, Pljuschtschenko unterstützte auf einer künstlichen Eisplatte die Performance des russischen Kandidaten.