Sotschi: Es geht weiter - jetzt kommen Formel 1 und WM. Foto: © RIA Novosti

Sotschi: Es geht weiter – jetzt kommen Formel 1 und WM. Foto: © RIA Novosti

SOTSCHI. Die Abschlusszeremonie der Paralympics war nicht das Ende des Märchens in Sotschi und in der Region: Es geht hochinteressant weiter – und wir sind für sie vor Ort! Nicht nur in Sotschi, sondern überall wo es über den Sport in und aus Russland etwas zu berichten gibt. Jetzt müssen Sotschi, Rosa Chutor und Krasnaja Poljana erst einmal wieder zum Alltag finden. Aufräum- und Umbauarbeiten haben bereits begonnen. Im Oktober wird die Formel 1 als neuer sportlicher Höhepunkt in Sotschi folgen.

Die Mannschaften aus den drei Athletendörfern in der Olympia-Stadt und dem Bergsportort Krasnaja Poljana reisen wieder ab, jetzt nimmt der Gastgeber nach fünf Wochen Olympia und Paralympics Anlauf für einen neuen Kraftakt: Aufräumen, Abbauen, Umbauen, Spuren beseitigen.

 

„Eine sehr wichtige Etappe in unseren Leben ist jetzt zu Ende. Nun müssen 53.000 Menschen, die die Spiele mitgestaltet haben, nach Hause transportiert werden. Mehr als 10. 000 Verträge müssen zum Abschluss gebracht werden. Und nicht zuletzt müssen mehr als 100.000 Teile von temporärer Infrastruktur abgebaut und weggeräumt werden“, sagte Dmitri Tschernyschenko, Chef des Organisationskomitees Sotschi 2014. „Wir werden für die nächsten Monate keine Langeweile haben“, ergänzte Tschernyschenko.

Nach einem dpa-Bericht wirkte Rosa Chutor am Montagmorgen, nach der hektischen Betriebsamkeit der vergangenen Wochen, fast verschlafen. Ein Drei-Mann-Trupp schaufelte den über Nacht gefallenen Schnee in den Fluss Msymta. Die Seilbahn zum Biathlon- und Langlauf-Komplex „Laura“ war außer Betrieb. Das Deutsche Haus gab es nicht mehr, die hölzernen Anbauten im Stil von Berghütten waren schon am Sonntagabend weitgehend entfernt, so dass der Blick auf das ursprüngliche Restaurant „Chalet“ wieder frei wurde.

Am Montagnachmittag reist das deutsche Team aus Sotschi ab und soll um 18.35 Uhr auf dem Flughafen in Frankfurt/Main empfangen werden. Schon bis um 11.00 Uhr Ortszeit aber musste die Mannschaft die Quartiere für die Übergabe räumen. Künftig sollen die Unterkünfte als „Spa & Resort“ für Wintersport-Gäste dienenn. Ob der Plan aufgeht und Krasnaja Poljana als russischer Gegenentwurf zu etablierten Zentren wie St. Moritz in den Alpen oder Aspen in den Rocky Mountains der USA ausreichend Zugkraft aufbringt, müssen die kommenden Jahre zeigen.

Für Sotschi heißt es jetzt: Nach den Paralympics ist vor der Formel 1. Am 12. Oktober sollen die Boliden auf dem Rundkurs um die Olympia-Fackel und vorbei an den Hallen Eisberg, Schajba und Bolschoi rasen. Und das 40.000 Zuschauer fassende Stadion Fischt, in dem bei Olympia und Paralympics zwei Eröffnungs- und Schlussfeiern stattfanden, ist bei der Fußball-WM 2018 als Spielstätte vorgesehen.