Medwedi Tschechow war in der Handball Champions League bei der SG Flensburg-Handewitt ohne Chance.

Flensburg/Moskau. Der als Tabellenführer in der Champions League zur SG Flensburg-Handewitt angereiste russische Meister Medwedi Tschechow verlor gestern deutlich mit 26:36 (14:19) beim deutschen Vizemeister. Medwedi Tschechow war dabei im gesamten Spielverlauf deutlich den Norddeutschen unterlegen.

Der deutsche Vize-Meister spielte über 60 Minuten abgeklärter und effizienter als Medwedi Tschechow. Bereits früh setzte sich Flensburg ab, um in der zweiten Halbzeit den Vorsprung dann auf 10 Tore auszubauen.

Bis zum 6:6 konnte Medwedi noch mithalten und das Spiel ausgeglichen gestalten. Danach erhöhte aber Flensburg das Tempo und konnte sich schnell auf 9:6 absetzen. Der russische Meister konnte noch einmal kontern und kam  zum 9:9, durch Schernoiwanow.  Danach spielte Flensburg wie aus einem Guss. Medwedi agierte behäbig – die russischen Hünen waren groß, aber auch unbeweglich und ganz und gar nicht auf Schnelligkeit eingestellt. Die 5:1 Abwehr von Medwedi, mit dem im Verhältnis kleinen Filipow, öffnete der SG große Räume, die auch von den Deutschen genutzt wurden.

Medwedi hatte zu viele technische Schwächen vorn und brachte seine Aktionen nicht mehr auf den Punkt – oder scheiterte am soliden Mattias Andersson im Tor der Flensburger. Zur Pause waren es gar fünf Tore plus für die SG.

In der zweiten Halbzeit fiel Tschechow nicht mehr viel ein, zudem bekamen die beiden Keeper Stochl und dann Grams wenig zustande, im Gegensatz zu Mattias Andersson im SG-Gehäuse. Flensburg reichte so eine solide Defensivleistung und ein schnelles Spiel nach vorne, um den Vorsprung zu halten und auszubauen. Zudem war genug Zeit für einige spektakuläre Treffer, mit denen die Flensburger ihre Fans begeisterten.

Medwedi zeigte sich deutlich zu schwach, um der SG Paroli bieten zu können, die Russen mühten sich immer wieder, kamen aber mit ihren wenig inspirierten Dauerkreuzungen selten zu Chancen, zudem war die Wurfqualität zu schwach, um Mattias Andersson gefährden zu können. So steuerte Flensburg einem am Ende klaren Sieg entgegen, der durchaus auch noch höher hätte ausfallen können.

SG Flensburg-Handewitt – Medwedi Tschechow 36:26 (19:14)

Tore: SG Flensburg-Handewitt: Glandorf 9, Svan Hansen 9, Eggert 6/2, Mogensen 4, Atlason 2, Weinhold 2, Knudsen 2, Heinl 1, Kaufmann 1

Medwedi Tschechow: Kowalew 5/1, Gorbok 5, Schelmenko 5, Tschernoiwanow 3, Rastwortsew 3, Dibirow 2, Aslanjan 1/1, Tschipurin 1, Schitnikow 1

Zuschauer: 3.420 – Strafminuten: 12 / 8

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