Trotz einer Operation in München konzentriert sich Jewgeni Pluschenko mit voller Kraft auf die nächsten Olympischen Winterspiele in Sotschi.
St. Petersburg. Dem Olympiasieger von 2006 und dreimaligen Weltmeister Jewgeni Pluschenko stehen zwei weitere Operationen in München bevor. Neben dem bereits geplanten Eingriff am Meniskus im linken Kniegelenk muss auch ein Bandscheibenschaden behandelt werden, sagte Pluschenko gegenüber dem russischen Fernsehen in seiner Heimatstadt in St. Petersburg.
Jewgeni Pluschenko hatte gerade erst Ende Januar bei seinem internationalen Comeback, nach zwei Jahren Pause, im englischen Sheffield den siebten EM-Titel in seiner langen Karriere gewonnen. Im Dezember vorigen Jahres gewann Pluschenko die nationale Eiskunstlauf-Meisterschaft in Russland. Bereits bei dieser Europameisterschaft war Pluschenko mit starken Schmerzen im linken Knie angetreten.
„Ich bin trotz meiner Knieverletzung hier hergekommen, um mich zu präsentieren und für meine Fans zu laufen", sagte Pluschenko in Sheffield.
Der dominierende Eiskunst-Läufer der vergangenen zehn Jahre, muss sich jetzt aber wieder zweier Operationen unterziehen. Eine Folge des jahrelangen Sprungtrainings auf eisglattem Parkett. Insgesamt wird es die fünfte Knieoperation für Pluschenko sein.
Bereits in Sheffield hatte Pluschenko angekündigt, dass er die Eiskustlauf-Weltmeisterschaft Ende März in der französischen Küstenstadt Nizza wegen der anstehenden Operation auslässt. Wie bei seinen vergangenen Operationen will sich Pluschenko in München in medizinische Behandlung begeben.
Der 29-jährige Pluschenko wird voraussichtlich nach eigenen Aussagen einen Monat pausieren müssen. Dann will sich Pluschenko auf die vorolympische Saison und auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi vorbereiten, denn sein großes Ziel ist die vierte Olympia-Teilnahme 2014.
„Jewgenis Probleme mit Knie und Rücken sind nicht so schlimm", sagte Pluschenkos Trainer Alexej Mischin in der russischen Sportzeitung „Sport Express". Da der Eiskunstauf-Star nicht bei der WM startet, bleibt ihm genug Zeit für eine volle Genesung. „Im April beginnen wir mit der Arbeit an den neuen Programmen", kündigte Mischin an. Dafür sollen auch Spezialisten aus dem Ausland herangezogen werden.
„Ich könnte vieles andere tun, aber ich liebe den Kampf“, bekannte der charismatische Athlet Jewgeni Pluschenko, „ich tue es für mich und genieße es.“
Sotschi-2014.RU

