Do
26
Jan
2012
Sportförderer Putin will Tom Tomsk helfen
Ministerpräsident Wladimir Putin betreibt nicht nur selbst aktiv Sport, er arrangiert sich auch persönlich für den gesamten Sport in Russland.
Moskau. Der Fußball-Premier-Liga Verein Tom Tomsk bekommt auf der Suche nach Sponsoren persönliche Hilfe von Ministerpräsident Wladimir Putin. Tom Tomsk belasten im Moment ungefähr 230 Millionen Rubel (5,75 Millionen Euro) Schulden. Dieses würde zwangsläufig den Abstieg des letzten sibirischen Fußballvereins aus der Premier-Liga bedeuten.
Nach Vereinsangaben sicherte Putin seine persönliche Unterstützung bei einem Wahlkampf-Auftritt in der sibirischen Stadt Tomsk zu. Ein Sprecher von Tom Tomsk sagte: „Es sind bereits jetzt die staatlichen Ölunternehmen Rosneft und Gazprom bereit, den Tabellenletzten der Premier Liga zu unterstützen.“
Tomsk liegt rund 3.600 Kilometer östlich von Moskau und ist eine Großstadt im Westteil Sibiriens, im Mittelteil Russlands. Die Stadt hat 522.900 Einwohner, davon etwa 13.000 Russlanddeutsche.
Seit dem Abstieg von FK Sibir Nowosibirsk in der Saison 2010 ist Tom Tomsk der einzige Premier-Liga-Verein im Umkreis von 2.000 Kilometern und in Sibirien. In diesem Jahr erhält der Club - im Gegensatz zu 2011 - kein Geld aus dem Haushalt des Gebiets Tomsk.
„Ich möchte nur, dass die Mannschaft die Menschen glücklich macht, dass sie ins Stadion gehen und nicht Wodka saufen“, sagte Putin. Er forderte zugleich Transparenz in den Vereinsstrukturen.
Wladimir Putin setzt sich beispiellos als Förderer des Sports ein - erst vorige Woche drängte er die größte russische Fluglinie Aeroflot zu Gratisflügen für Fußballfans zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. In der Vergangenheit hatte Putin in Krylja Sowjetow Samara bereits einem anderen finanziell angeschlagenen Fußball-Premier-Liga Verein geholfen. Lokale Sponsoren erklärten sich zur Unterstützung des Vereins bereit, nachdem Putin sie dazu aufgerufen hatte.
Auch andere Sportarten profitierten vom Engagement des Ministerpräsidenten, so präsentierte er im vorigen Jahr im November ebenfalls Rosneft als neuen Sponsor des angeschlagenen Eishockey-Traditionsvereins ZSKA Moskau.
Ebenfalls beteiligen sich mehrere Staatsunternehmen mit Milliardensummen an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, die als Prestige-Projekt Putins gelten.
Da können Kritiker bemängeln was sie möchten, fest steht: Es gibt auf dem gesamten Erdball keinen weiteren Politiker wie Wladimir Putin, der sich so viel für den Sport im eigenen Land arrangiert.
sotschi-2014.RU

