Sa

21

Jan

2012

Handball-EM: Russland muss nach Hause fahren und Olympia ade

Erneut eine schwere Enttäuschung für den russischen Handball-Sport bei der EM in Serbien. Erneut eine schwere Enttäuschung für den russischen Handball-Sport bei der EM in Serbien.

Moskau. Russlands Handball-Traum der Männer von der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 ist ausgeträumt. Sieglos beendete das Team von Wladimir Maximow die EM-Vorrunde und fehlt somit nach der verpassten Weltmeisterschaft im Vorjahr auch beim nächsten Olympiaturnier. Im abschließenden Gruppenspiel unterlag man Spanien mit 27:30 (11:17).

Ein überragender Torwart Oleg Grams mit 13 Paraden und ein guter Konstantin Igropulo mit acht Toren waren am Ende zu wenig, um die Sbornaja in die Hauptrunde zu führen und sich die Chance für London 2012 aufrecht zu erhalten.

 

Es war eine zähe Anfangsphase, in der Spanien zwar der Auftakttreffer gelang, der kommende WM-Gastgeber seiner Favoritenrolle zunächst aber nicht gerecht werden konnte. Wie schon gegen Ungarn unterliefen vor allem der Abteilung Attacke immer wieder Fehler durch unvorbereitete Aktionen. Russland nahm dankend an und eroberte nach rund zehn Minuten mit drei Toren in Serie die Führung (5:3).

 

Mit der Umstellung auf eine 3:2:1-Formation wurde Spanien bissiger, es folgten die einfachen Tore aus dem Gegenstoß und die Iberer sorgten mit sieben Toren in Folge zum 14:8 (26. Min.) für klare Verhältnisse. Spanien hatte die Begegnung unter Kontrolle und nahm ein komfortables 17:11 in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit deutete alles zunächst auf ein souveränes Verwalten des Vorsprunges hin. Doch mit der Rückkehr von Grams, der zu Beginn des zweiten Durchgangs von Bogdanow abgelöst worden war und mit vier Toren binnen zwei Minuten war Russland beim 21:19 (42.) wieder im Match. Die Intensität der Partie nahm zu, was sich auf beiden Seiten auch auf dem Strafzeitkonto bemerkbar machte.

 

Tschernoiwanow konnte beim 22:21 (47.) erstmals wieder den Anschlusstreffer erzielen und Spanien tat sich auch weiterhin schwer gegen die offensive Deckungsformation der Sbornaja, die sehr variabel agierte.

Vor allem Canellas übernahm jetzt die Verantwortung bei den Spaniern - als Vollstrecker, wie beim 24:22 (50.) oder als Initiator, Ideengeber und Vorbereiter, wie beim 28:23 (55.) von Ugalde, das praktisch die Vorentscheidung war, zumal nur wenige Sekunden zuvor mit Alexander Tschernoiwanow eine wichtige Stütze mit Rot vom Platz geschickt wurde. Den sprichwörtlichen Sack schnürte dann Victor Tomas mit dem 29:25 (59.) endgültig zu. Konstantin Igropulo krönte seine starke Leistung noch mit zwei Treffern, doch Spanien hatte durch Aguinagalde zum 30:27-Endstand das letzte Wort.

 

sotschi-2014.RU

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