Nikolai Scherdew ist mit 27 Jahren der erfahrenste Spieler auf russischer Seite.
Moskau. Die beiden Eishockey „Perspektiv“- Mannschaften für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, aus Deutschland und Russland, treffen heute um 19:30 Uhr in Essen und am Mittwoch um 19:10 Uhr in Duisburg aufeinander.
Schon 95 Mal hat Deutschland gegen Russland bzw. die ehemalige Sowjetunion gespielt. Und dennoch betreten beide Teams jetzt Neuland. Auch wenn es offiziell die A-Nationalmannschaften sind, die heute und morgen aufeinandertreffen, schicken beide Verbände einen Perspektivkader in die beiden Spiele.
Perspektivkader hin oder her: Alle 23 Spieler der russischen Mannschaft, sind Profis in der in Russland beheimateten Kontinentalen Hockey-Liga (KHL). In Deutschland ist die Lücke zwischen der U-20 und der A-Nationalmannschaft zu groß. So soll das Team, das „Top Team Sotschi“ heißt, also nach dem Austragungsort der nächsten Olympischen Winterspiele benannt ist, künftig diesen Unterschied verkleinern.
Beide Mannschaften treten im Prinzip mit einer "B-Auswahl" an, die sich hauptsächlich aus den Jahrgängen 1987 bis 1991 zusammensetzt und ebenfalls durch einige ältere Eckpfeiler ergänzt wird. Bekanntester Spieler auf russischer Seite ist Nikolai Scherdew, der Russland auch bereits bei einer WM vertrat.
Unter Leitung des neuen Eishockey-Bundestrainers, dem Schweizer Jakob Kölliker, muss sich Deutschland allerdings noch für Olympia qualifizieren. Um 2014 sicher dabei zu sein, müsste Deutschland nach der WM im Mai 2012 mindestens Weltranglisten-Neunter sein. Derzeit liegt die Auswahl auf Rang acht. Der nächste Auftritt des eigentlichen A-Kaders steht erst im Februar wieder beim Belarus Cup in Weißrussland auf dem Programm.
Harald Gleißner/sotschi-2014.RU

