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16

Nov

2011

Biathlet Frode Andresen will auf jeden Fall nach Sotschi 2014

Für Andresen wäre der Start in Sotschi das perfekte Karriereende. Für Andresen wäre der Start in Sotschi das perfekte Karriereende.

Moskau. Der norwegische Spitzen-Biathlet Frode Andresen hatte bereits des Öfteren Krisen zu überwinden. Einem Streit 1998 mit dem norwegischen Biathlon-Verband folgte bei der WM 2000 am Holmenkollen der nächste Lapsus: Andresen hatte zunächst die Jury belogen, anschließend aber seinen Fehler eingestanden. Jetzt gab Andresen bekannt, dass er auf jeden Fall an den Winterspielen in Sotschi teilnehmen will - notfalls wäre auch ein Start als Däne denkbar.

Frode Andresen hat während seiner bisherigen Biathlon- und Langlauf Karriere viele nationale und internationale Erfolge erzielt. So ist er Staffel-Olympiasieger, Zweifacher Weltmeister und erreichte bisher 25 Weltcupsiege im Einzel und mit Staffeln.

 

Trotz aller Erfolge stieß er oft auf Schwierigkeiten, wenn er sich im norwegischen A-Team etablieren wollte. Nun gibt er eine klare Kampfansage: Wenn nötig, wird er für Dänemark starten bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.

 

Viele seiner Probleme lagen aber auch in seinem Gesundheitszustand begründet. Leider musste auch Andresen seinem Sport einen gewissen gesundheitlichen Tribut zahlen. Dennoch gibt er sich weiterhin kämpferisch, ein Rücktritt steht für ihn außer Frage.

„Es liegt einfach nicht in meiner Natur, aufzugeben", sagte Andresen gegenüber dem norwegischen Dagbladet.

Andresen ist dieses Jahr noch nicht für das norwegische A-Team der Männer, welches zu den Biathlon-Weltcups reist, qualifiziert. Auch im IBU-Cup ist kein Start für ihn vorgesehen. Demzufolge bliebe ihm nur der Weg über den nationalen Norgescup, um sich für Sotschi 2014 zu empfehlen.

 

Zu einem Nationenwechsel sagte Andresen: "Bisher habe ich das nicht ernst betrachtet oder in meine Pläne einbezogen aber ich weiß, dass es diese Möglichkeit für mich gibt. Ich bin zu 50% Däne und daher würde es nicht lang dauern, einen Nationenwechsel anzustreben, wenn denn der Norwegische Sportverband zustimmt." Andresen seine Mutter ist Dänin.

Für Andresen wäre der Start in Sotschi das perfekte Karriereende: "Ich habe in drei Spielen mitgewirkt und in allen Medaillen geholt. Es wäre ein Traum, wenn das nochmal gelingen würde."

 

Vielleicht nimmt Andresen dann auch gleich für Dänemark als Skilangläufer an den Olympischen Winterspielen 2014 teil. Denn - Andresen nimmt auch seit 1998 am Skilanglauf-Weltcup teil, 2009 wurde er norwegischer Meister auf der 50 Km Freistilstrecke.

 

Seine größten Erfolge im Biathlon waren der Olympiasieg 2002 in der Staffel, die olympische Silbermedaille 1998 über 10 Km-Sprint und die Bronzemedaille im 10 Km-Sprint bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin.

 

2000 gewann er in Oslo am Holmenkollen WM-Gold im Sprint - allerdings stellte die Renn-Jury fest, dass er bereits vor dem Start ein Magazin in die Waffe eingeführt hatte, was aus Sicherheitsgründen nur am Schießstand unmittelbar vor dem Schießen erlaubt ist. Trotz gegnerischer Proteste fällte die Jury die umstrittene Entscheidung, dass Andresen seinen Titel behalten durfte. Dieses auf Grund einer Regel der Internationalen Biathlon-Union (IBU), wonach eine Aberkennung des WM-Sieges nicht mehr möglich war, weil die Protestzeit von 24 Stunden längst verstrichen war.

 

Anschließend hatte Andresen gegenüber norwegischen Medien bestätigt, dass er mehrfach im Winter 1999/2000 bereits Magazine im Gewehr hatte und dadurch Zeit beim Schießen gutgemacht hatte. Obwohl er später seine Goldmedaille freiwillig zurück gab, blieb das Ergebnis offiziell unverändert.

 

Harald Gleißner/sotschi-2014.RU

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