Do
10
Nov
2011
Werner Heel auf dem Weg nach Sotschi-2014
Werner Heel über Probleme, neue Hoffnungen und seine Ziele.
Meran/Moskau. Werner Heel schreibt seinen Fans, was im letzten Winter nicht so gut war und in den kommenden Saisons bis zu den Olympischen Winterspielen viel besser laufen soll. Der 29 jährige Werner Heel aus Südtirol ist einer der besten italienischen Skirennläufer. Seine Hauptdisziplinen sind Abfahrt und Super-G, er trainiert aber auch Slalom, um in der Super-Kombination konkurrenzfähig zu sein.
Bei den letzten Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver wurde er knapp geschlagen 4. im Super-G und 12. In der Abfahrt.
„Der Traum jeden Sportlers ist, eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen. Und so ist es auch für mich. Im Jahr 2010 in Vancouver
habe ich eine Medaille um 2 Hundertstel-Sekunden verpasst. 2014 in Sotschi werde ich versuchen, es besser zu machen und hoffe, dort eine entscheidende Rolle mitzuspielen.
Die Zusammenarbeit mit meinem Skiausrüster HEAD, die im Frühjahr 2010 begonnen hat, läuft über 4 Jahre und wird demnach im Frühjahr 2014, also am Ende der Olympischen Saison 2013/2014, auslaufen.
Mein großes Ziel ist Stsochi 2014 und nun setze ich alle meine Energien ein, um dieses Ziel zu erreichen.
Die bevorstehende Saison wird ein erster Schritt in Richtung Olympische Spiele sein und ermöglicht es mir, mich mit den Besten zu messen. Im
Februar 2013 finden dann die Weltmeisterschaften in Schladming, Österreich, statt, das letzte Großereignis vor den Spielen. Die Wettkämpfe in Schladming werden sicher große Publikumsmassen
anziehen und werden darüber hinaus ein Ereignis von großem Prestige sein. In Österreich ist der Stellenwert des Skisports ja mit dem des Fußballs in Italien vergleichbar.
In der bevorstehenden Saison möchte ich vor allem in den Speed-Klassikern wie Wengen und Kitzbühel aber natürlich auch in Gröden, meinem Heimrennen, und in Kvitfjell, wo ich schon in der
Vergangenheit sehr gute Resultate erzielen konnte, ganz vorne mit dabei sein.
Die vergangene Saison empfinde ich als eine Art Übergangssaison. Im Frühjahr 2010 habe ich mich mit der Unterzeichnung des Vertrages mit HEAD auf ein spannendes Abenteuer begeben, mit dem Ziel,
neue Anreize zu finden und mich noch mehr zu verbessern.
Im Sommer letzten Jahres habe ich sicherlich die Umstellung auf das neue Material unterschätzt. Diese hat sich komplizierter herausgestellt, als ich dachte. Ich musste dann den ganzen Winter
hindurch der richtigen Abstimmung „hinterherlaufen“, auch wenn am Ende dennoch einige gute Platzierungen herausschauten, wenn auch kein Podestplatz.
Dank des großen Vertrauens, das HEAD mir gegenüber gezeigt hat, und der engen Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von HEAD während der letzten Monate, sind wir nun auf einem sehr guten Punkt, und
wir können mit unserer Arbeit durchwegs zufrieden sein. In den letzten Monaten habe ich das richtige Gefühl beim Skifahren wieder gefunden, welches mir während der ganzen letzten Saison gefehlt
hat.
Auch körperlich fühle ich mich derzeit sehr gut. Während der Sommermonate habe ich durchgehend sehr gut und hart trainiert und freue mich nun auf den Saisonsauftakt, wo ich mir natürlich bereits
das eine oder andere gute Resultat erhoffe.
Ich möchte von Anfang an wieder ganz vorne mit dabei sein und meine Form dann in Richtung der Klassiker im Jänner steigern. Das Hauptziel ist es auf jeden Fall wieder, in beiden Disziplinen,
Super G und Abfahrt, die ganze Saison über im vordersten Feld mitzufahren, wie es mir schon in den Saisonen 2008/2009 und 2009/2010 gelungen ist.
Soziale Verantwortung
Auch in der kommenden Saison 2011/12 werde ich wieder als UNICEF-Botschafter
auftreten, darauf bin ich sehr stolz.
Ab sofort trage ich das UNICEF-Logo auf der Vorderseite meines Helmes, der Fläche, die für den Hauptsponsor vorgesehen ist. Sollte noch ein persönlicher Sponsor diese Fläche beanspruchen, so wird
es mein Bemühen sein, dem UNICEF-Logo, wie schon in der vergangenen Saison, eine andere entsprechend sichtbare Fläche einzuräumen.
FISI
Trotz der Tatsache, dass im heurigen Frühjahr die FISI-Führung von einem Kommissar übernommen worden ist, hat es uns Weltcupmannschaften aus rein
sportlicher Sicht an nichts gemangelt.
Ich hoffe, dass sich im nächsten Frühjahr neue, junge Kandidaten der Wahl stellen, die es sich zum Ziel setzen - und dies nicht nur auf dem Papier - sich für uns, unseren Sport und dessen Zukunft
so gut als möglich einzubringen.
Ziel Internationale Skiathletenvereinigung
Im Frühjahr 2009 ist in Vicenza die weltweit erste Skiathletenvereinigung gegründet worden. Zusammen mit einigen meiner Teamkollegen bin ich Gründungsmitglied derselben.
Hauptziel der Vereinigung ist es, sämtliche Rechte der einzelnen Mitglieder zu schützen und so gut wie möglich zu vertreten. In den letzten zwei Jahren ist diese Gruppe nur selten an die Öffentlichkeit getreten, hat aber zusammen mit den Athletenvertretern auf internationaler Ebene, allen voran Kilian Albrecht, hinter den Kulissen sehr hart für das Hauptziel „Gründung einer Internationalen Athletenvereinigung“, gearbeitet.
Das erste konkrete und sichtbare Resultat der geleisteten Arbeit war zweifellos die Petition – unterzeichnet weltweit von mehr als 190 Athleten –
die das neue Regelwerk zur technischen Ausrüstung (Skitaillierungen und -Höhen) beanstandet hat. Das Regelwerk wurde im vergangenen Sommer einseitig von der FIS beschlossen.
Am Freitag, den 21. Oktober 2011 – einen Tag vor den Rennen in Sölden – ist es uns Athleten gelungen, der FIS und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass auch wir Athleten einheitlich und kompakt
auftreten können, wenn wir es nur wollen.
Ich denke, dass es definitiv an der Zeit ist, dass auch wir mitreden können.
Wie in allen anderen Sportarten auch, wollen auch wir Skifahrer über einen von uns gewählten Vertreter einen direkten Einfluss auf die Entscheidungen haben, die uns betreffen, vor allem aber
nicht nur, wenn es um die Sicherheit geht.
Seit der letzten Saison bin ich zudem aktives Mitglied der „FIS-Athletenkommission – Speed Disziplinen“. Diese soll Vorschläge für eine Verbesserung des Skisports aus der Athletensicht
erarbeiten. Leider musste ich feststellen, dass viele Vorschläge, die von uns bis dato gemacht wurden, wenig Berücksichtigung gefunden haben. Daher bin ich der Überzeugung, dass es nun umso
wichtiger ist, uns in einer Gruppe zu organisieren, um endlich die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, die uns eigentlich gebühren sollte.
Ich glaube, dass mit der unterzeichneten Athletenpetition und dem Treffen in Sölden ein erster konkreter Schritt in Richtung „Gründung einer internationalen Athletenvereinigung“ gemacht worden
ist, die sich, nach dem Vorbild sämtlicher anderen Sportarten, den Schutz und die Vertretung sämtlicher Anliegen von uns Athleten zum Ziel macht.
Ich hoffe stark, dass wir Athleten es schaffen, uns zusammenzuschließen, dass wir es schaffen, zusammen mit den Skifirmen eine gute gemeinsame Lösung für unsere Zukunft und für die Zukunft des
Skisportes zu finden.
Kommunikation
Zum Beginn der letzten Saison habe ich meine neue Webseite www.wernerheel.com präsentiert, die mit der innovativen Papercut-Technik realisiert
worden ist. Damit wollte ich meine Stimmung und meine in die Zukunft gerichtete Denkweise widerspiegeln. Im Blog, der auf meiner Webseite integriert ist, werde ich Euch auch in der kommenden
Saison über alles Wesentliche am Laufenden halten. Folgt mir online!
Außer über meine Webseite werden die wichtigsten Mitteilungen auch mittels zielgerichteter Pressemitteilungen bekannt gegeben.
Für die kommende Saison wurde außerdem mein Helm im aktuellen WERNER HEEL Corporate Design gestaltet sowie auch zahlreiche „Werner Heel-Gadgets“ wie Schlüsselanhänger, Trinkflaschen, Aufkleber
und Kugelschreiber, die ich im kommenden Winter an meine Fans und Freunde verteilen werde. Folgt mir!"
sotschi-2014.RU

