Fr
28
Okt
2011
Russische Nationalmannschaft Ski-Freestyle-Buckelpiste mit neuen Trainings-Technologien
Das neue Trainingskonzept des russischen Buckelpistenteams beinhaltet neue und spezielle Tests.
Moskau. Für die Vorbereitung der russischen Nationalmannschaft Ski-Freestyle-Buckelpiste wurden jetzt einzigartige neu Technologien entwickelt und bereits in Anwendung gebracht. Damit soll den russischen Athleten ein deutlicher Sprung in Richtung Weltspitze, auf dem Weg zu den olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, gelingen. Besonderes Augenmerk wird bei diesen neuen Trainingsmethoden auf die Technik und auf die Sprungkraft gelegt.
Das russische Nationalteam der Buckelpistenathleten ist zur Zeit, zur endgültigen körperlichen Vorbereitung auf diese Saison, in Sotschi im Sportcenter "Sport des Südens."
Dort trainieren die Sportler bereits nach diesen neuen wissenschaftlichen und methodischen Trainingsanalysen.
„Die bisherigen Trainingsmethoden haben in der Praxis gezeigt, dass wir vor allem in High-Speed-Modus der Weltspitze noch hinterherhinken. Viele Spitzenathleten haben damit begonnen, ziemlich umfangreiche Sprünge zu zeigen - eine Drehung in drei Drehungen, Flips zurück mit drei Pirouetten und noch viel mehr. All dies ist ein ziemlich komplexes Programm und wir fangen jetzt an, diese Sprünge auch zu zeigen. Ich denke, bis zu den Olympischen Spielen erarbeiten wir ein starkes Programm und unsere Athleten werden sehr schnell durch die Spur springen“, sagte Alex Pokaschnikov, Cheftrainer der russischen Buckelpisten-Nationalmannschaft.
In dem neuen Trainingskonzept des Buckelpistenteam wurden spezielle Tests aufgenommen, die ganz genau bestimmen sollen - das gesamte Niveau des
einzelnen Athleten. Sie sollen den Trainingsaufbau in der Vorbereitung entscheidend fördern. Die verschiedenen Tests zeigen ganz genau, welche Elemente beim Sportler noch spezieller trainiert
werden müssen, wie die Struktur seiner Muskelfasern ist und wie weit Reaktionsgeschwindigkeit oder spezielle Ausdauer noch fehlt.
„In der Zukunft werden wir in der Skiakrobatik dominieren. Russland wird einen führenden Platz in dieser Sportart einnehmen, weil es
alles dafür Nötige besitzt. Auch Buckelpiste ist bei uns auf einem sehr guten Niveau: unsere Sportler belegen den vierten oder fünften Platz bei den Weltcups. Sie sind auf dem besten Weg, in die
absolute Elite aufzusteigen“, sagte Dmitri Kawunow, Cheftrainer der russischen Nationalmannschaft im Freestyle-Springen.
In der olympischen Disziplin Ski-Freestyle-Buckelpiste durchfahren die Sportler künstlich
angelegte Buckelpisten, wobei 2 Sprünge pro Lauf vorgeschrieben sind. Da seit 2002 Überkopf-Manöver (wie Saltos) zulässig sind, hat sich das Niveau sehr spektakulär entwickelt. Für die Wertung sind die Fahrzeit (25%), die gefahrende Technik (50%) sowie die Ausführung der Sprünge (25%) entscheidend.
Im olympischen Programm ist Buckelpistenfahren seit den Olympischen Winterspielen
von Albertville 1992. Die Freestyle-Bewerbe erfreuen sich größter Beliebtheit beim Publikum. Die Zuschauer bevorzugen die leicht zu verfolgenden und spektakulären Darbietungen und so sind die
Tickets meist schon vor denen der anderen Sportarten ausverkauft.
Diese neuen wissenschaftlichen und methodischen Untersuchungen während des Trainings sollen, in Zukunft in Russland, für alle
Nationalmannschaften im Wintersport eingeführt werden.
Harald Gleißner/sotschi-2014.RU

