Di
25
Okt
2011
Olympischer Fackellauf der Superlative vor Sotschi 2014
Die Olympische Fackel soll mehr als 40.000 Kilometer durch alle 83 Hauptstädte russischer Regionen getragen werden.
Moskau. Olympia erobert nun endgültig den Orbit - vor den 22. Olympischen Winterspielen in Sotschi soll die Olympische Fackel
auch den Weltraum erreichen. Weiterhin soll der Fackel zum Nordpol und auf den Gipfel eines Fünftausenders führen. Russland plant damit für die olympischen Winterspiele 2014 etwas ganz Spektakuläres.
Der olympische Fackellauf der Winterspiele 2014 in Sotschi sprengt alle Grenzen. Russland plant vor den Olympischen Winterspielen 2014 einen Fackellauf der Superlative. „Derzeit wird an der technischen Umsetzung dieses Fackellaufes
gearbeitet“, sagte der Vorsitzende des Olympischen Organisationskomitee Sotschi 2014, Dmitri Tschernijschenko nach Angaben der Agentur „Itar-Tass“.
„Vor allem der Ausflug ins Weltall, möglicherweise unter Einbindung der Internationalen Raumstation ISS, stelle eine große Herausforderung dar“, betonte Tschernijschenko. Zudem soll das Feuer auf
den 5.642 Meter hohen Elbrus getragen werden, den höchsten Berg des Kaukasus und Russlands.
Ob der Elbrus oder der Mount Blanc der höchste Berg Europas ist, hängt von der Definition der innereurasischen Grenze ab. Der Berg mit Doppelgipfel (Westgipfel 5.642 M; Ostgipfel 5.621 M) ist ein gegenwärtig nicht aktiver, stark
vergletscherter Vulkan. Die Entfernung zwischen beiden Gipfeln beträgt 1.500 Meter, der höchste Punkt liegt auf dem südlichen Kraterrand. Mehr als 70 Gletscher fließen von den Elbrus-Hängen
ins Tal und bedecken 145 Km² mit Eis.
Das Olympische Feuer soll am 7. Oktober 2013 aus Athen in Moskau landen und dann ins knapp 9.000 Kilometer entfernte Wladiwostok an den Pazifik
weiterreisen. In den dann verbleibenden 123 Tagen bis zu den Olympischen Spielen, die am 7. Februar 2014 beginnen, werde die Flamme mehr als 40.000 Kilometer durch alle 83 Hauptstädte russischer
Regionen getragen.
„Das entspricht der Länge des Äquators. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Leistung irgendjemand schlagen kann", sagte Tschernijschenko.
Nach Möglichkeit solle das Feuer genau 2014 Siedlungen passieren. 30.000 Freiwillige sollen zum Gelingen des Vorhabens beitragen.
Harald Gleißner/sotschi-2014.RU

