Di
25
Okt
2011
Diese Saison erste Biathlon-Rennen in Sotschi
Schafft es der deutsche Wolfgang Pichler die russischen Biathletinnen wieder in die Weltspitze zu führen?
Moskau. Die Bauarbeiten an den Sportstätten für die olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi sind sehr weit vorangeschritten und die Fertigstellung der ersten Anlagen zeichnet sich bereits jetzt ab. So wird das Biathlonstadion schon in dieser Saison seiner Bestimmung übergeben werden. Vom 6. bis 10. Februar 2012 finden dort im Rahmen des „Russia Cup’s“ die ersten Rennen statt.
Die Biathleten der nationalen russischen Wettkampfserie, die mit dem Deutschlandpokal vergleichbar ist, werden die ersten Sportler sein, die die
Biathlon-Olympiastrecken von 2014 testen werden. Der Biathlon- und Langlaufkomplex bietet insgesamt 16.000 Zuschauern Platz und wird in der Nähe des Ortes Krasnaja Poljana, ca. 70 Kilometer
östlich von Sotschi errichtet.
Im sogenannten „Mountain Cluster“ entstehen auch die Sportstätten für die Wettkämpfe im Ski Alpin, Snowboard und Freestyle sowie die Skisprungschanzen und die Bobbahn. Im Februar 2013 wird, nach
derzeitigem Stand der Planung, der Biathlon-Weltcup zur olympischen Generalprobe in Sotschi gastieren.
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Ab den olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi werden bei den Biathlon-Wettbewerben 11 Goldmedaillen vergeben. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte zusätzlich die Mixed-Staffel ins olympische Programm aufgenommen.
Darüber hinaus werden in Sotschi auch im Skispringen der Frauen, in der Ski-Halfpipe der Frauen und Männer, in der Staffel der Rennrodler sowie im Team-Wettbewerb der Eiskunstläufer erstmals olympische Medaillen vergeben. Damit wächst die Gesamtzahl der Wettbewerbe bei olympischen Winterspielen von 86 in Vancouver auf 92 an.
Russische Biathletinnen haben neuen Trainer
Die russischen Biathletinnen haben seit Anfang des Jahres auch einen neuen Trainer – den deutschen Wolfgang Pichler. Der 56 jährige Pichler, aus Ruhpoldingen, hatte vorher die schwedischen Frauen trainiert. Pichler soll jetzt die russischen Biathlon-Damen auf die Winterspiele 2014 in Sotschi vorbereiten und sie wieder auf das Siegerpodest bringen.
Bei der Heim-WM in Chanty Mansijsk war das russische Biathlon-Team in diesem Jahr ohne Titel geblieben. Zudem häuften sich bei der Russischen-Biathlon-Union (RBU) in der vergangenen Saison die Dopingfälle. Innerhalb eines Jahres waren mit Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa, Dimitri Jaroschenko, Andrej Prokunin und Weronika Timofejewa gleich fünf russische Biathleten beim Missbrauch illegaler Substanzen erwischt und aus dem Verkehr gezogen worden. Die Internationale Biathlon-Union (IBU) hatte darauf den russischen Verband wegen der Verletzung der Anti-Doping-Regeln mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro belegt.
Harald Gleißner/sotschi-2014.RU

