Di

18

Okt

2011

Welchen Weg geht Sotschi nach den Olympischen Winterspielen?

Für die Auslastung der neuen Hotels in Sotschi, müssen alternative Segmente der Tourismus-Industrie entwickelt werden. Für die Auslastung der neuen Hotels in Sotschi, müssen alternative Segmente der Tourismus-Industrie entwickelt werden.

Moskau. Die Nachfrage auf dem Hotelmarkt in Sotschi sollte mehr als das Dreifache in den nächsten drei Jahren betragen. Um den Umsatz auf dem derzeitigen Niveau zu halten, muss die Zahl der qualitativ hochwertigen Zimmer in der Stadt drastisch vor den Olympischen Winterspielen 2014 erhöht werden, dieses nach Ansicht mehrerer Experten.

„In Sotschis Hotellerie sank die Auslastung von 48 Prozent im Jahr 2007, auf 32 Prozent im Jahr 2010. Damit das derzeitige Niveau von Gewinnen gehalten wird, benötigt die Hotellerie in Sotschi ungefähr 3,2 Millionen Gäste pro Jahr. Vom Jahr 2007 bis 2010 wurde eine durchschnittliche Steigerung von einer Million Gästen pro Jahr erzielt“, sagte Marina Smirnowa, Senior Vizepräsidentin vom Jones Lang LaSalle Hotel. „Die jährliche Zahl von Übernachtungen in Sotschi, sollte von den aktuellen neun Millionen Gästen auf 16 Millionen erhöht werden“, sagte sie weiterhin gegenüber Reportern in Moskau.

 

In Sotschi werden etwa 20.000 neue Zimmer in Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels bis 2014 gebaut werden. Zu den jüngsten Hotel-Projekten, die vor den Olympischen Spielen 2014 gebaut werden, zählt ein neuer Tourismus-Komplex im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar.

 

Dieser Komplex, im Imereti Tiefland in der Nähe der wichtigsten olympischen Sportstätten gelegen, wird ein drei- bis vier-Sterne-Hotel und ein Appartement-Hotel mit einer Gesamtzahl von 3.600 Zimmern umfassen. Weiterhin wird dieser Neubau Unterhaltungs- und Einkaufszentren, Restaurants und anderen Einrichtungen beinhalten. Der Bau soll im Juni 2013 abgeschlossen sein, die Hotels in diesen Komplex werden von Rezidor Hotel Group verwaltet werden.

 

Eine Reihe von internationalen Hotelbetreibern, wie Marriott und Hilton - deren Vertreter gerade nach Moskau gekommen sind, um an einer Hotel Investment Conference teilzunehmen – planen ebenfalls Hotels in Sotschi zu eröffnen.

 

Die russische Regierung hofft, dass die Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele, Sotschi zu einem attraktiven Ort mit entwickelter Infrastruktur macht. Premierminister Wladimir Putin sagte in diesem Monat dazu: „Wenn Sotschi nicht im Jahr 2007 gewonnen hätte, die Olympischen Winterspiele 2014 auszurichten, wäre es kaum zu so einem Niveau der Entwicklung -in den nächsten 100 Jahren- dort gekommen“.

 

Die russische Regierung hat bereits erhebliche Mittel in ihrem Haushaltsplan einkalkuliert, um den Aufbau der lokalen Infrastruktur in Sotschi einen entscheidenden Anschub zu geben. Es wurden 304 Milliarden Rubel bis 2014 für die Entwicklung der Infrastruktur in Sotschi eingeplant.

 

„Sotschi braucht umfassende Strategien des Marketings, um das Wachstum der Nachfragen nach den neu erbauten Hotels zu gewährleisten“, sagte Smirnowa. „Die Stadt wird eine Zunahme der Besucher von 2013 bis März 2014 verzeichnen, aber die Nachfrage wird voraussichtlich sinken, wenn die Olympischen Winterspiele vorbei sind“, sagte sie weiterhin und zeigt zwei mögliche Szenarien für die Hotel Marktentwicklung nach den Winterspielen in Sotschi auf.

 

Ein Szenario wäre, die Nachfrage könnte auf das Ausgangsniveau zurück sinken - wie in Atlanta und Salt Lake City, wo die Olympischen Spiele 1996 und 2002 statt fanden.

 

Das andere Szenario beinhaltet Sotschi zu einem beliebten Touristenziel zu machen, auch nach den Olympischen Winterspielen. Dafür müssen aber alternative Segmente der Tourismus-Industrie entwickelt werden.

 

„Nur als Badeort wird Sotschi kein Potential haben, um zu einem internationalen Ziel zu werden", sagte Smirnova. Sotschi ist derzeit nur unter den inländischen Urlaubern sehr beliebt und die Tourismusindustrie lebt nur während der Hochsaison, wenigen Monate.

 

„Niemand besucht die Côte d'Azur, um nur am Strand zu liegen. Allerdings ist der Hotel Umsatz recht gut dort. Dieses durch die Entwicklung des Event-Tourismus“, zeichnete Smirnowa als Beispiel auf.

 

Harald Gleißner/Sotschi-2014.RU

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