So

09

Okt

2011

Russlands Olympiahoffnung Pawel Karelin tödlich verunglückt

Pawel Karelin galt als eines der größten russischen Skisprungtalente. Pawel Karelin galt als eines der größten russischen Skisprungtalente.

Moskau. Erschreckende Nachricht am frühen Sonntagmorgen. Der russische Skispringer Pawel Karelin ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Für den 21 Jahre alten Sportler sei nach dem Unglück in seiner Heimatregion Nischni Nowgorod, rund 400 Kilometer östlich von Moskau, jede Hilfe zu spät gekommen. Karelin galt als eine der großen Hoffnungen des russischen Skispringens im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi.

Der 21 jährige Pawel Karelin war in der Nähe seiner Heimatstadt Nischni Nowgorod heute früh um vier Uhr (Moskauer Zeit) mit seinem Auto unterwegs gewesen. Karelin verunglückte genau am Kilometer 572 der Fernstraße M-7 von Moskau nach Ufa. Rettungskräfte berichteten der Nachrichtenagentur „Interfax“ am Sonntag, dass für den Athleten nach dem Unfall jede Hilfe zu spät gekommen sei. In dem Fahrzeug seien noch zwei weitere Personen gewesen, die schwer verletzt überlebten. Der russische Skiverband bestätigte ebenfalls den Tod Karelins.

„Die Tragödie hat sich am Morgen ereignet. Die Airbags haben nicht funktioniert, Pawel wurde getötet und zwei Freunde, die mit ihm im Auto waren, befinden sich in einem ernsten Zustand", bestätigt auch der ehemalige russische Cheftrainer Alexander Swiatow. Swiatow war auch der momentane Privattrainer von Karelin.

 

Derweil äußerte sich der russische Verband für Skispringen und Nordische Kombination

auch über die genaueren Umstände des Unfalls. Demnach sei Karelin gegen vier Uhr in der Nacht mit zwei Freunden in einem Mercedes in der Nähe seiner Heimatstadt Nischni Nowgorod unterwegs gewesen. Möglich sei, dass er am Steuer eingeschlafen oder aus anderen Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat. Er soll mit hoher Geschwindigkeit auf ein LKW aufgefahren sein.

Erste Spekulationen, wonach Alkohol schuld sein könnte, weist Vize-Präsident Wladimir Slawski laut „tramplin.perm.ru" zurück: „Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass Alkohol nichts damit zu tun hat."

Der Präsident des russischen Verbandes für Skispringen und Nordische Kombination, Alexander Uwarow, drückte nach dem Tod von Pawel Karelin sein Mitgefühl aus. „Der Tod von Pawel Karelin ist ein großer Verlust. Nicht nur für unsere Sportart, sondern für den gesamten russischen Sport", so Uwarow. „Die unerwartete Nachricht hat uns alle schockiert - wir trauern." Gleichzeitig versicherte Russlands stellvertretender Sportminister Juri Nagornyk den Angehörigen von Pawel Karelin, alle nötige Unterstützung zur Verfügung zu stellen.

Mit Pawel Karelin verliert das Skispringen einen mündigen und hoffnungsvollen Athleten, der unter seinen Kollegen großen Respekt genoss. Pavel Karelin, der nur 21 Jahre alt wurde, hatte sich für die Zukunft viel vorgenommen. Der Springer aus Nischni Nowgorod  galt als eines der größten russischen Talente. Nach einigen Jahren, in denen spätestens nach dem ersten Durchgang für ihn Schluss war, gelang ihm in der Saison 2010/11 der Anschluss an die Weltspitze und von da an eine stetige Steigerung.

In seiner noch jungen Karriere konnte Pavel Karelin einen Podestplatz im Weltcup belegen - beim Neujahrsspringen der Vier-Schanzen-Tournee 2011 in Garmisch-Partenkirchen war er als Zweiter zum ersten Mal in seiner Karriere aufs Siegerpodest gesprungen. Auch beim diesjährigen Sommer-Grand-Prix zeigte er gute Leistungen, darunter ein fünfter Platz in Hinterzarten und Platz zwei in Wisla.

Diese gerade beendete Sommer-Saison schloss er als Achter ab. Dies war das beste Ergebnis von Pawel Karelin und ein wichtiger Erfolg im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2014 in Sotchi, die Karelin nun leider nicht mehr miterleben wird.

Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie, Bekannten und Freunden. Mit Pavel Karelin verliert das russische Skispringen ein hoffnungsvolles Talent.

Harald Gleißner/sotschi-2014.RU

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Kommentare: 1

  • #1

    küng (Sonntag, 09 Oktober 2011 17:28)

    das Foto ist falsch. Es zeigt Vasiliev.

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