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30

Sep

2011

Sotschi als Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung in Südrussland

Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi haben eine Investitionslawine ins Rollen gebracht. Davon können auch deutsche Unternehmen profitieren, wenn sie sich rechtzeitig um Geschäfte bemühen. Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi haben eine Investitionslawine ins Rollen gebracht.

Moskau. Der US-Getränkehersteller Coca Cola verstärkt weiter sein Arrangement in Russland. Neben seiner Präsenz als einer der Hauptsponsoren der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi will das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden Dollar in Russland investieren. Unternehmenschef Muhtar Kent eröffnete am Montag ein 120 Millionen Dollar teures Werk nahe der südrussischen Stadt Rostow.

Diese neue Fabrik von Coca Cola, mit einer Jahresleistung von 450 Millionen Litern, soll auch die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 mit Getränken versorgen. Damit wurden auch 400 neue Arbeitsplätze geschaffen. In dem neuen Werk sollen unter anderem all jene Produkte hergestellt werden, mit denen die Fans bei den Olympischen Winterspielen 2014 und den anschließenden Paralympics versorgt werden sollen. In den vergangenen zwanzig Jahren habe der Konzern bereits drei Milliarden Dollar in die russische Wirtschaft investiert, sagte Kent nach Angaben der Agentur Ria Nowosti.

 

„Der Bau dieses Werks zeigt, dass Sotschi ein Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung im Süden Russlands geworden ist“, sagte der Leiter des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2014 Dmitrij Tschernyschenko.

 

Gerade erst hat das Organisationskomitee einen neuen Höchststand an Sponsoren in der Olympiageschichte vermeldet. Bisher hielten die Olympischen Sommerspiele von 2008 in Peking den Rekord - mit 1,2 Milliarden Dollar. Diese Marke hat Sotschi bereits überboten, obwohl Peking Sommerspiele austrug, die als sehr viel anziehender für Sponsoren gelten.

Sotschi ist damit eine der attraktivsten russischen Regionen für neue Investitionen geworden. Der Sanatoriums- und Kurortbereich ist der größte Investitionsbereich in ganz Russland. In der Stadt sind über 50 % des gesamten Kurortpotentials der Region Krasnodar konzentriert. Weiterhin müssen alle 13 neuen Sportstätten neu gebaut werden. Ebenfalls kommen u. a. auch noch der Ausbau des öffentlichen Regionalverkehrs und der Fernverbindungen sowie Investitionen in den Gastronomie- und Hotelleriebereich dazu.

Es wurden bereits auch eine Anzahl von Sonderprogrammen vorgestellt - so wurde erst vor kurzem der Ausbau des Hafens von Sotschi als Touristik-Terminal für knapp 400 Millionen US $ angekündigt.

An der Realisierung der vorliegenden Investitionsprogramme im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2014 können neben Großunternehmen auch mittelständische Unternehmen teilnehmen. Die russischen Auftraggeber suchen Unternehmen, um deren Know-how in die Projekte einzubringen. Im Rahmen der Investitionsprogramme wird es eine Vielzahl von speziellen Gewerken geben, die für Unternehmen mit speziellem Profil interessant sind. Russische Bauunternehmen suchen nach ausländischen Partnern mit entsprechendem Know-how, um sich erfolgreich an den Programmen zu beteiligen.

Zu den großen russischen Sotschi-Partnern gehören unter anderem die Eisenbahngesellschaft RZD, Aeroflot, der Ölkonzern Rosneft, die Sberbank und Rostelekom.

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